9. Mai 2019

Mobile | 5G

5G – «Glasfaser durch die Luft»

Seit gestern sind in der Schweiz die ersten Handys fast so schnell wie unser Netz.

Wir von EBL Telecom sind richtig stolz auf unsere Dienstleistungen als Kabelnetzbetreiber. Unser Telekommunikationsnetz ist topmodern ausgerüstet mit Glasfaser und Koaxialkabeln. Es verbindet Haushalte und Unternehmen superschnell via Telefon, Internet und TV mit der Welt. Die Kundschaft ist happy. Wenn Du aber oft unterwegs fürs Surfen, Fernsehen und Arbeiten dein Handy oder Tablet brauchst – na dann brauchst Du ausserdem eine richtig gute Mobile-Verbindung.

Was bringt 5G?


Der mobile Datenverkehr verdoppelt sich hierzulande gemäss Sunrise alle 12 bis 17 Monate. Immer mehr Menschen nutzen das mobile Datennetz immer vielfältiger und intensiver. Die vierte Mobilfunkgeneration (4G) kann diese Nachfrage bald nicht mehr decken. Das Resultat wären lange Reaktionszeiten, schlechter Empfang und so weiter. Weltweit wächst der Datenverkehr noch stärker. Auch die zunehmende Digitalisierung, neue Anwendungen, Technologien oder das «Internet der Dinge» werden den Datenverkehr exponentiell vermehren. Darum wurde international der neue 5G-Standard entwickelt. Aufbauend auf den bisherigen Mobilstandards soll 5G die ganze Hitparade von künftigen Technologien wie autonomes Fahren oder “augmented reality“ – die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung – möglich machen. Zudem senden 5G-Antennen nicht mehr nach dem Giesskannenprinzip ihre Funkwellen aus, sondern richten sie auf die kommunizierenden Geräte, und die Anbieter können ihr Netz virtuell teilen. Das heisst, sie können einzelnen Anwendungen, zum Beispiel Rettungskräften bei einem Grossereignis, flexibel Kapazität garantieren. Für Dich als Mobile-Nutzer bedeutet 5G aber zu allererst extra Speed beim Up- und Downloaden, eine schnellere Reaktionszeit nach dem Klick und eine zuverlässige Verbindung. Darum nennt Sunrise ihr 5G-Netz auch die «Glasfaser durch die Luft».

Den einen freut’s, den anderen fürchtet’s

In der Schweiz sind die grössten Mobilfunkbetreiber, allen voran Sunrise und Swisscom, daran, 5G einzuführen. Sunrise hat bereits die Antennen von 150 Städten und Ortschaften auf 5G aufgerüstet, Swisscom die von 54. Und eben, seit gestern verkauft Sunrise in ihren Läden als erste Anbieterin der Schweiz 5G-Smartphones. Während sich die einen über den verbesserten Empfang freuen, fürchten sich andere vor der Belastung durch elektromagnetische Strahlen. Obwohl der Bund die Frequenzen für insgesamt 380 Mio. Franken an Swisscom, Salt und Sunrise versteigert hat, machen sich nun verschiedene Kantone und Politiker stark dafür, zunächst mit dem Ausbau des 5G-Netzes abzuwarten. Zu wenig wisse man über die Gefahren für Mensch und Umwelt, sagen sie. Der Bund erachtet leistungsfähige Mobilfunknetze nach 5G-Standard als unverzichtbar. Er will aber vorsorgen und Gefahren ausschliessen. Darum hat letzten September noch die damalige Bundesrätin Doris Leuthard eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die demnächst einen Bericht vorlegen soll über Bedürfnisse und Risiken beim Aufbau von 5G-Netzen und mit entsprechenden Empfehlungen.

Belastung im Status quo

In einem ausgewogenen Bericht der NZZ vom 18. April 2019* heisst es, dass Fachleute davon ausgehen würden, dass der neue Mobilfunkstandard die schweizweite Strahlenbelastung insgesamt nicht wesentlich erhöhen werde. Es werde Orte geben, wo sich die Strahlenbelastung erhöht und andere, wo sich die Belastung reduziert. Ohnehin stammten 90 Prozent der aufgenommen Mobilfunkstrahlung nicht von den Sendeanlagen, sondern vom eigenen Handy, zitieren die NZZ-Autoren weiter unten den Umweltepidemiologen Martin Röösli vom Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut. Wer sich schützen will, soll darum das Mobiltelefon nur bei guter Verbindungsqualität nutzen und beim Telefonieren den Lautsprecher oder die Freisprechanlage einschalten.

Übrigens: Mit unserem Partner UPC bietet auch EBL Telecom Kommunikation übers mobile Netz an – vielleicht schon bald mit 5G.

https://www.ebl-telecom.ch/de/shop/upc/produkte/mobile.html

* Stefan Häberli, Nikolai Thelitz, Jürg Müller, Alan Niedere: «5G kommt in die Schweiz – und heizt die Gesundheitsdebatte neu an: Eine Einführung der neuen Technologie im Überblick. NZZ.ch, 18.4.2019.