25. April 2019

Mobile | Innovation

Soll mein Kind ein Handy haben?

Ob, wann und wie – das musst Du entscheiden. Aber es gibt Apps, die Dich unterstützen.

Manchmal wünschen wir Eltern uns das analoge Zeitalter zurück. Der Umgang mit modernen Medien ist für die Erziehenden selbst oft neu und bringt ganz neue Konflikte in die Familie. Tipps dazu findet man viele. Dabei gehen die Meinungen weit auseinander und auch wissenschaftliche Studien bringen keine schlüssigen Antworten. So ist vor allem eines gewiss: Es gibt kein allgemein gültiges Rezept.

Ab der Sek läuft vieles übers Handy 
Nehmen wir das Handy. Wann darf mein Kind ein eigenes Gerät haben? Und welche Regeln stellen wir auf? Nun, das hängt vom Kind, seinem Umfeld und von Dir ab. Du kennst Dein Kind am besten und spürst, ob und wieviel Handy für Dein Kind gut ist. Wenn es Dir wichtig ist, dass Dein Kind für Dich erreichbar ist und Du für Dein Kind, dann bist Du sicher früher bereit, ihm ein eigenes Mobiltelefon anzuvertrauen. Eine andere Möglichkeit ist, dem Kind zunächst für bestimmte Situationen ein «Familienhandy» zu geben. Auf diesen sollen nur Apps installiert sein, die es auch nutzen darf.

Für die Kids ab Sekundarschule scheint ein Smartphone fast unerlässlich, wenn sie dazu gehören wollen. Infos über Hausaufgaben, abmachen, sich austauschen, das alles läuft vor allem über Text- oder Sprachnachrichten. Es gibt ja auch günstige Smartphones. Nur: Die französische Konsumentenzeitschrift «Que choisir» hat festgestellt, dass die Hersteller für günstige Handys weniger Updates zur Verfügung stellen und diese deshalb weniger gut gegen Hacker gewappnet sind. Es empfiehlt sich deshalb, entweder etwas mehr auszugeben oder ein besseres, gebrauchtes Smartphone zu kaufen, falls man nicht ohnehin eins zuhause hat.

Apps regeln die Nutzung 
Wie viel Bildschirmzeit für ein Kind noch gesund ist, darüber scheiden sich die Geister. Tatsache ist, dass viele Kids täglich viel Zeit aufs Handy und andere Bildschirme schauen. Meistens länger als sie selbst und die Erziehenden denken. Denn die Zeit vergeht einfach immer schneller als man denkt. Zum Glück gibt es zahlreiche Apps, die uns Eltern dabei unterstützen, den Handy-Gebrauch der Kinder zu lenken, durch Zeitlimite, Upload-Kontrolle oder das Blockieren von Apps und Webseiten. Screen Time Parental Control, Kid's Shell oder Family Time sind nur ein paar Beispiele. Dazu kann man ein paar einfache Regeln aufstellen, die den vernünftigen Umgang mit dem Gerät fördern. Zum Beispiel, dass das Handy über Nacht nicht ins Schlafzimmer gehört, genauso wenig wie an den Esstisch. Wir Eltern gehen dann selbstverständlich mit gutem Beispiel voran.
Wichtig ist, dass die Kinder die elterlichen Restriktionen und Regeln nicht als einseitige Überwachung wahrnehmen. Zugegeben, das ist nicht ganz einfach. Aber wenn Du die Regeln, Zeitlimiten und Sperrungen mit dem Kind gemeinsam besprichst und festlegst, dann sind sie mit im Boot, auch wenn sie das zwischendrin vergessen und uns als Rabeneltern verschreien. «Das haben wir gemeinsam so bestimmt», sage ich dann jeweils.