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20. Oktober 2021

Internet

YouTube: Mehr Freiheit und doch mehr Sicherheit für Teenager

Teenager sind keine Kinder mehr, aber brauchen trotzdem noch Schutz vor ungeeigneten Inhalten. Google hat deshalb im März eine Beta-Version von YouTube mit «elterlicher Kontrolle» (Parental Control) eingeführt.

 

YouTube ist seit Jahren eines der erfolgreichsten Online-Video-Portale und definitiv eine unserer liebsten Social-Media-Kanäle. Egal, ob wir lernen müssen, wie man zuhause etwas reparieren kann, ob wir Tipps für die Nutzung eines neuen Tools oder einfach Unterhaltung suchen: Auf YouTube finden wir ein passendes Video dazu. Darum lohnt sich für uns auch das Premium-Abo. Damit wir nicht jedes Mal zuerst noch Werbung schauen müssen.

 

YouTube ist aber grundsätzlich kostenlos nutzbar. Jeder kann nicht nur Videos anschauen, sondern auch hochladen. Laut der Statistik von YouTube wurden 2019 pro Minute 500 Stunden Videomaterial hochgeladen. Das sind 720’000 Stunden pro Tag. Da ist leider vieles nicht jugendfrei und zum Teil sogar für Erwachsene ungeeignet! Ganze Teams von YouTube müssen sich Tag für Tag schreckliche Beiträge anschauen, damit auch alles gelöscht wird, das gegen Gesetze und Nutzungsbedingungen verstösst.

 

Neben «YouTube Kids», das es seit 2015 gibt, will YouTube deshalb auch für Jugendliche und junge Erwachsene bis gegen 20 eine Form der Sicherung einführen. Dabei wird «YouTube with Parental Controls» nicht wie YouTube Kids eine eigenständige Anwendung sein, sondern die Jugendlichen durch die Masse der Videos auf YouTube führen.

 

Wie geht das?

Wenn du denkst, deine Kids sind bereit, allein auf YouTube zu browsen, dann verknüpfe ihr Google Konto mit deinem, bevor du ihnen den Zugriff auf YouTube erlaubst. Dann kannst du zwischen drei Kategorien aussuchen: Explore, Explore Plus und Most of YouTube.

 

Die erste – Explore (Erkunden) – ist für Kinder, die bereit sind, YouTube Kids zu verlassen und YouTube zu erkunden. Es bietet eine breite Palette an Videos, die für Kinder ab 9 Jahre geeignet sind, darunter Vlogs, Tutorials, Spielvideos, Musikvideos, Nachrichten, Bildungsinhalte und vieles mehr.

 

Explore Plus bietet Inhalte, die generell für Nutzende ab 13 Jahren geeignet sind. Diese Auswahl wird eine noch breitere Palette von Videos sowie Live-Streams in denselben Kategorien wie «Explore» umfassen.

 

Mit «Most of YouTube» erhalten die Jugendlichen schliesslich, wie der Namen schon sagt, den Grossteil von YouTube zu sehen, also fast alle YouTube-Videos, bis auf altersbeschränkte Inhalte. Egal, für welche Kategorie du dich entscheidest, für deine Kids ist diese YouTube-Erfahrung so, als wären sie völlig uneingeschränkt am Schauen, denn die Inhalte werden für sie nur im Hintergrund reguliert.

YouTube Parental Controls funktioniert übrigens auch über Googles App «Family Link» für Eltern, über die zum Beispiel auch die Bildschirmzeit geregelt werden kann.